Koch

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KOCH, Wilhelm Daniel Josef

Gemälde von Wilhelm Daniel Josef Koch

(W.D.J Koch, 05. März 1771-14. November 1849)

1824 wurde er als Professor der Medizin und Botanik nach Erlangen berufen, wo er bis zu seinem Tode auch Direktor des Botanischen Gartens war. Sein Hauptwerk ist die "Synopsis florae Germanicae et Helveticae", die lange als Standardflora für ganz Mitteleuropa diente. Er gilt als der Begründer des Herbars der Erlanger Universität. Nach seinem Tod wurde sein Herbar vom Nürnberger Apotheker Dr. Weiss übernommen und später von Kochs Nachfolger A. Schnizlein aufgekauft. Das Kochsche Herbar bestand "aus dem auf die Synopsis bezüglichen Teil, welcher die aus Deutschland stammende Exemplare enthält, und einen anderen, an Umfang doppelt so grossen allgemeinen." Schnitzlein bewertete den ersten Teil der Sammlung als "entbehrlich" und gab diese an Prof. Suringar aus Leiden, Holland ab (Schnizlein, A. (1867): Botanische Zeitung, Jahrgang 25, Nr.45, p.359). Die verbliebenen Bestände, immerhin ca. 108.000 Pflanzenbelege vor allem aus tropischen Gebieten, darunter auch wertvolle Typusbelege, bildeten den Grundstock des Herbarium Erlangense.

Bisher wurden ca. 260 Belege aus dem Koch-Herbar in unsere Online-Datenbank aufgenommen.

Anfang 2011 wurde uns von Dr. A.F. Igersheim aus Wien versichert, dass im Koch-Herbar von F.W. Sieber gesammlte Belege, darunter auch Typus-Belege, vorhanden sind.

Die Pflanzengattung Kochia wurde von Dr. Roth 1801 Koch zu Ehren benannt.

Hierzu ein Beleg von Kochia arenaria (Maerkl.) Roth, das von Koch gesammelt und mit der folgenden Notiz gekennzeichnet wurde:

"In diesen 2 Pfl. besteht, nebst 2 Pfl. meines Herbariums mein ganzer Vorrath von dieser Varietät. Vielleicht wollen Sie diese an Martens [verfasste zusammen mit Koch Röhrlings "Deutschlands Flora" ab 1823] oder jemand anderes senden; sie sind also zur Ihrer Verfügung."

Kochia arenaria